Der Komponist2021-05-26T09:04:45+02:00

Der Komponist

Klaus Wüsthoff

Klaus Wüsthoff – Komponist

Umweltmusik spielte bis 2017 kaum eine Rolle. Klaus Wüsthoff  hat sich aber in seinen letzten Lebensjahren ausschließlich dieser Aufgabe gewidmet, zuerst  mit  seinen Klimaglocken und den Worten:„Klimaglocken läuten für uns Alle. Jeder kann helfen!“, gesprochen von Martina Gedeck. Die Klimaglocken läuten seit 2017 weltweit .

Die Klimalocken Kantate für Grundschulen läuft als Wettbewerb ab der 4. Klasse. Sie ist in der Uraufführung der Mühlenau Grundschule Berlin unter Heidi Wiegand zu sehen.

Die Glockenmelodie stammt aus Wüsthoffs Sinfonischer Dichtung mit Erzähler/in nach Theodor Storms Kunstmärchen (1863) „Die Regentrude“. Es hat sich als erstes  Klimamärchen herausgestellt. Uraufführung 2018  mit dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt / Oder  statt, erzählt von Martina Gedeck (CD).

Klaus Wüsthoff mit Luisa Neubauer

Nach einem Besuch von Luisa Neubauer zu Wüsthoffs 97. Geburtstag und angeregt durch   sie komponierte er das „Gretakonzert“: Hauptaussagen Greta Thunbergs und ihrer Familie, ein Videofilm als Fernsehkonzert in  Präsentation zur Pandemie.mit repräsentativen  Orchesteraufnahmen aus der Nachkriegszeit und aktuellem Jazz Continuo, bebildert und produziert von Max Doehlemann. mit dem Märchen von der Regentrude, Die Musik zur vom Feuermannen befreiten wieder aufgeweckten Regentrude bis zur Hochzeit des Liebespaars.verbindet sich mit Aussagen des Komponisten und Worten von Max Doehlemann, dem Autor der Wüsthoff-Biografie Der Komponist Klaus Wüsthoff oder die überhörte Mitte.

Das Gretakonzert mündet in „Fridays for future“ mit Luisa Neubauer und endet mit dem Europalied.

Erstmalig sollen in einer Art Hymne Worte zum Klimawandel gesungen werden:  „Schon drohen  Fluten, Stürme, Brände. Was wird mit uns und unsern Nachbarn sein? Wir reichen helfend uns die Hände!“.  „Wir woll’n Europa dann als unsere Heimat seh’n!“ wird am Schluss stark betonend wiederholt.

1953–1959 war klaus Wüsthoff beim RIAS Berlin zunächst Aufnahmeleiter, später Abteilungsleiter. Tanzmusik. Daneben hatte er Gastdirigate mit eigenen Orchesterwerken bei in- und ausländischen Rundfunkanstalten. Anfang der Sechzigerjahre war er an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin Hauskomponist unter Boleslav Barlog, bevor er als freischaffender Komponist auch von E Musik, Dirigent, Autor und Moderator für Kinder-, Schulfunk- und Bildungsprogramme tätig wurde.

Sein Werkkatalog umfasst zwei Opern, acht Musicals, 35 Orchester- und Solistenkonzerte, Chorwerke, Blasmusik, Kammermusik, Jazz-, Ballett-, Film- und Schulmusik. Darüber hinaus schrieb er die Musik zu Dokumentar- und Werbefilmen,

Zu seinen Hauptwerken zählen:

die „Weihnachtskantate“ für junge Leute“, die seit 1973 jedes Jahr in West- und Ost-Schulen und Kirchen erklang und erklingt,z.B. über 25 Jahre in Potzsdam-Babelsberg (DDR) unter Kantor Hans Jörg Lippert.  Uraufführung war unter Gisela Behm in der Werner von Siemens OS Berlin Nikolassee

Zur 750-Jahrfeier Berlins 1987 das Deutsche Musical „Himmel und Hölle Berlin“; ein Kompositionsauftrag der Ev. Landeskirche Berlin-Brandenburg als Festaufführung vor dem gesamten Berliner Senat in der Philharmonie. Es spielten: das vom SFB verstärkte RIAS-Tanzorchester unter Horst Jankowski, es sangen der Ernst-Senff – Chor, die Rosy-Singers und 16 Darsteller unter der Regie des jungen Regisseurs der Deutschen Oper Sven Thomas.

. Das „Kuscheltierkonzert“ (UA 1997 Philharmonie Berlin, Berliner Symphoniker, Sprecher Otto Sander), zu dessen vielen Aufführungen die Kinder ihr Lieblingskuscheltier mitbringen dürfen.

Die Kinderoper „Flori und sein Kokofant“, ein modernes Schulmärchen als Kompositionsauftrag des Beethoven Orchesters Bonn (UA 2013 im Opernhaus Bonn).

Von Klaus Wüsthoff erschienen u.a. auch das Fachbuch „Die Rolle der Musik in der Film-, Funk- und Fernsehwerbung“ (1978, Verlag Merseburger) und die Lehrwerke „Tonkiste – Komponieren lernen mit Playbacks“ Das Kinderklavier. Die Zwitscherschule und „Bewegungslieder mit Kuscheltieren“ (Wettbewerb für Kinderchöre). Seine Haupt-Orchesterstücke und Solistenkonzerte erschienen 1992 auf Tonträger bei Koch International (Vol. I – III) unter dem Titel „Leichte Sinfonik“, eingespielt vom Rundfunk Sin­fonie­orchester Berlin anlässlich eines großen Portraitkonzerts mit zwei Dirigenten und Live-Übertragung mit Podiumsdiskussion im Ost- und Westrundfunk.

Klaus Wüsthoff war mehrfach Preisträger von Kompositionswettbewerben, unter anderem: 1962 Sonderpreis in Brüssel mit der Orchestersuite „Die Schelde“, 1972 im WDR mit „Sing up“ ,1982  mit dem Paukenkonzert „Metrum“ Publikumssieger beim Wettbewerb der Berliner Philharmoniker 1982 anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens, Auftrag des SFB für die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker als Hörer-Preisträger mit „Cellodrom“, uraufgeführt beim Prix Futura des SFB (heute RBB).

Für seine Tätigkeit als Initiator und Projektleiter von Nachwuchs-Förderprogrammen, Kompositionswettbewerben und Konzertreihen (Forum junger deutscher Komponisten für Orchestermusik, Schüler komponieren, Neue Tafelmusik, Neue Salonmusik, Glienicker Schlosskonzerte, Zehlendorfer Kammerkonzerte u.a.) erhielt er 1992 das Bundesverdienstkreuz am Bande, 1999 den Paul-Woitschach-Preis des Deutschen Komponistenverbandes. 2009 wurde ihm die Goldene Nadel sanlässlich seines 90. Geburtstags die Ehrenmitgliedschaft der Dramatiker-Union verliehen.

Mit dem „Klaus Wüsthoff Trio“ nahm er, im Alter von 92 Jahren, als swingender Pianist zwei CDs mit Evergreens der 20er- bis 50er-Jahre auf, die unter dem Titel „Über die Liebe – zum Mitsingen“ unter Lizenz von Blackbird Music veröffentlicht wurden.

Live Kompositionen und Namenvertonungen auf Zuruf sind (oder waren) sein Hobby am Klavier, anzusehen und zu hören bei YouTube und den Social Media. Am 1. Juli 2021 feiert/e er seinen 99. Geburtstag.öffentlich, zu dem Steffen Reiche, ehemaliger Minister in Brandenburg und Pfarrer in Nikolassee seine öffentliche Ehrung organisiert hat/te, Steffen Reiche hatte als 15jähriger in Babelsberg seine „Weihnachtskantate für junge Leute“ mitgesungen!

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